Wenn du einen Kaugummi mit CBD kaufst, denkst du vielleicht, es ist einfach eine süße, entspannende Süßigkeit. Doch in vielen Ländern ist das nicht so einfach. CBD-Kaugummi ist nicht überall erlaubt - und wo es verboten ist, kannst du nicht nur den Kaugummi verlieren, sondern auch Geldstrafen oder andere rechtliche Probleme bekommen. Es geht nicht nur darum, ob CBD legal ist, sondern wo und wie es in Lebensmitteln verwendet werden darf.
Warum ist CBD-Kaugummi in einigen Ländern verboten?
Der Grund liegt nicht im CBD selbst, sondern in der Art, wie es in Lebensmitteln zugelassen ist. In der Europäischen Union gilt CBD als neuartige Lebensmittelzutat. Das bedeutet: Jedes Produkt mit CBD muss vor dem Verkauf eine Genehmigung erhalten. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat bislang keine einzige Anwendung für CBD in Kaugummi oder anderen Lebensmitteln genehmigt. Das heißt: Selbst wenn CBD-Öl in Deutschland legal ist, darf es nicht in Kaugummi verarbeitet werden - es sei denn, der Hersteller hat eine spezielle Zulassung. Und die gibt es praktisch nicht.
In vielen Ländern ist das Problem noch komplizierter. Einige Regierungen sehen CBD in essbaren Produkten als Risiko für Kinder an - besonders, wenn es wie Süßigkeiten aussieht. Kaugummi mit CBD wird oft als „verlockend“ eingestuft, weil es bunt, süß und leicht zu verstecken ist. Das führt dazu, dass Länder wie die Niederlande, Belgien und Österreich Kaugummi mit CBD ausdrücklich verbieten, selbst wenn CBD-Öl in anderen Formen erlaubt ist.
Wo ist CBD-Kaugummi explizit verboten?
- Deutschland: CBD-Öl ist erlaubt, aber nicht in Lebensmitteln. Kaugummi mit CBD ist daher rechtlich ein Graubereich - es wird nicht aktiv verfolgt, aber es ist nicht legal. Hersteller, die es verkaufen, riskieren Strafen.
- Niederlande: CBD in Lebensmitteln ist verboten. Das gilt auch für Kaugummi, Schokolade oder Getränke. Selbst wenn das Produkt aus dem Ausland kommt, wird es an der Grenze beschlagnahmt.
- Belgien: Jede Form von CBD in Lebensmitteln ist illegal, egal ob es aus der EU kommt oder nicht. Kaugummi mit CBD gilt als „nicht essbarer Stoff“.
- Österreich: Ähnlich wie Deutschland: CBD-Öl ist erlaubt, aber nicht in Lebensmitteln. Kaugummi mit CBD wird als Verstoß gegen das Lebensmittelgesetz angesehen.
- Frankreich: CBD ist nur erlaubt, wenn es keine Spuren von THC enthält. Kaugummi mit CBD wird als „Gesundheitsrisiko“ eingestuft und ist nicht zugelassen.
- Italien: CBD in Lebensmitteln ist verboten, es sei denn, es handelt sich um ein zugelassenes Arzneimittel. Kaugummi zählt nicht dazu.
- Polen: CBD ist in jeglicher Form verboten - auch in Kaugummi. Es gilt als Drogenpräparat.
- USA: Hier ist es kompliziert. Auf Bundesebene ist CBD legal, wenn es aus Hanf mit weniger als 0,3 % THC stammt. Aber die FDA verbietet CBD in Lebensmitteln, Getränken und Nahrungsergänzungsmitteln. Kaugummi mit CBD ist daher in den meisten Bundesstaaten illegal - auch wenn du es online kaufst.
- Kanada: CBD in Lebensmitteln ist nur erlaubt, wenn es von einer zugelassenen Quelle stammt. Bisher gibt es keine Kaugummi-Produkte, die diese Zulassung haben.
- Australien: CBD ist nur als verschreibungspflichtiges Medikament erlaubt. Kaugummi mit CBD ist ein Verstoß gegen das Therapeutic Goods Act.
Wo ist CBD-Kaugummi erlaubt?
Es gibt nur wenige Länder, in denen CBD-Kaugummi legal ist - und oft nur unter strengen Bedingungen. In der Schweiz ist CBD in Lebensmitteln erlaubt, solange der THC-Gehalt unter 1 % liegt. Aber auch hier müssen Hersteller nachweisen, dass das Produkt sicher ist. In Tschechien ist CBD in Lebensmitteln erlaubt, wenn es aus europäischem Hanf stammt und keine gesundheitlichen Risiken birgt. Einige Hersteller aus Slowenien und Ungarn verkaufen CBD-Kaugummi, aber nur innerhalb ihres Landes und mit klaren Warnhinweisen.
Die meisten Länder, die CBD in Kaugummi erlauben, tun das nur, weil sie CBD als „Nahrungsergänzung“ und nicht als „Lebensmittel“ einstufen. Das ist ein juristischer Trick - und er funktioniert nur, wenn du nicht über die Grenze reist.
Was passiert, wenn du CBD-Kaugummi in ein verbotenes Land bringst?
Wenn du in die Niederlande reist und ein paar Stücke CBD-Kaugummi in deiner Tasche hast, kann es passieren, dass du am Flughafen aufgehalten wirst. Zollbeamte haben spezielle Listen für CBD-Produkte. Sie prüfen nicht nur den THC-Gehalt, sondern auch die Verpackung: Wenn da „CBD“ oder „Hanf“ steht, wird es beschlagnahmt. In einigen Ländern wie Polen oder Frankreich kann das sogar zu einer Geldstrafe von mehreren Hundert Euro führen - und in extremen Fällen zu einem Eintrag in deine Akte.
Auch im Flugzeug ist es riskant. Die EU hat strenge Regeln für Lebensmittel mit CBD. Selbst wenn du es in Deutschland legal gekauft hast, darfst du es nicht mit in ein anderes EU-Land nehmen - es sei denn, es ist als Arzneimittel zugelassen. Und das ist bei Kaugummi fast nie der Fall.
Was ist mit CBD-Kaugummi für Tiere?
Einige Leute kaufen CBD-Kaugummi für ihre Hunde - aber das ist noch riskanter. In Deutschland und der EU ist es streng verboten, CBD-Produkte an Tiere zu verabreichen, es sei denn, sie sind als Tierarzneimittel zugelassen. Kaugummi ist dafür nicht vorgesehen. Selbst wenn es „tierfreundlich“ beschriftet ist, ist es rechtlich gesehen ein Verstoß gegen das Tierarzneimittelgesetz. Du kannst damit nicht nur deinen Hund gefährden, sondern auch strafrechtlich belangt werden.
Was kannst du tun, wenn du CBD-Kaugummi möchtest?
Wenn du CBD-Öl magst und es in Kaugummi-Form haben willst, gibt es zwei sichere Wege:
- Kaufe CBD-Öl und gib es in einen Kaugummi, den du selbst kaufst - aber nur zu Hause. So vermeidest du rechtliche Probleme.
- Warte auf Zulassungen. Die EFSA prüft aktuell mehrere Anträge für CBD in Lebensmitteln. In den nächsten Jahren könnte sich die Lage ändern - aber bis dahin ist es riskant.
Vermeide es, online Kaugummi mit CBD zu bestellen - besonders aus den USA oder Asien. Viele dieser Produkte enthalten mehr THC als erlaubt - und das macht sie nicht nur illegal, sondern auch gefährlich.
Wie erkenne ich ein illegales CBD-Kaugummi?
Einige Merkmale helfen dir, illegale Produkte zu erkennen:
- Keine Zulassungsnummer oder Herstellerangabe
- Kein Hinweis auf den THC-Gehalt
- „100 % natürlich“ oder „keine Nebenwirkungen“ - das ist ein Warnsignal
- Verpackung mit englischen oder asiatischen Aufschriften
- Preis unter 5 Euro - echte CBD-Produkte kosten mehr
Wenn du unsicher bist, frag beim Gesundheitsamt oder einem Apotheker nach. Sie wissen genau, was erlaubt ist - und was nicht.
Ist CBD-Kaugummi in Deutschland legal?
Nein, CBD-Kaugummi ist in Deutschland nicht legal. Obwohl CBD-Öl erlaubt ist, ist die Verwendung von CBD in Lebensmitteln - also auch in Kaugummi - nicht zugelassen. Hersteller, die solche Produkte verkaufen, verstoßen gegen das Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch. Du kannst Kaugummi mit CBD kaufen, aber es ist rechtlich unsicher - und du riskierst, dass das Produkt beschlagnahmt wird.
Kann ich CBD-Kaugummi aus dem Ausland nach Deutschland bringen?
Nein. Selbst wenn das Produkt in einem anderen Land legal ist, ist es in Deutschland nicht erlaubt, CBD in Lebensmitteln zu verwenden. Zollbeamte können das Produkt beschlagnahmen, und du musst eventuell eine Geldstrafe zahlen. Es gibt keine Ausnahme für private Nutzung.
Warum ist CBD in Kaugummi anders als in Öl?
CBD-Öl wird als Nahrungsergänzung oder Arzneimittel eingestuft - und hat eine andere rechtliche Basis. Kaugummi hingegen ist ein Lebensmittel. Und für Lebensmittel gelten strengere Regeln: Sie müssen eine Genehmigung von der EFSA haben. Bislang hat keine einzige CBD-Kaugummi-Zubereitung diese Genehmigung erhalten.
Gibt es sichere Alternativen zu CBD-Kaugummi?
Ja. Du kannst CBD-Öl in Tropfenform nehmen - oder CBD-Kapseln. Beides ist in Deutschland legal, wenn es aus zertifiziertem Hanf stammt und unter 0,2 % THC enthält. Alternativ kannst du CBD-Öl mit einem normalen Kaugummi mischen - aber nur zu Hause, nicht zum Verkauf.
Kann ich CBD-Kaugummi für meinen Hund kaufen?
Nein. In der EU ist es verboten, CBD-Produkte an Tiere zu verabreichen, es sei denn, sie sind als Tierarzneimittel zugelassen. Kaugummi ist dafür nicht vorgesehen. Selbst wenn es als „für Hunde“ beworben wird, ist es illegal und kann gesundheitliche Risiken für dein Tier bergen.